Von den Alpen an die See

Blogeintrag vom 12.09.2021

Ende August. Nach dem Mittagessen ging es los. Unser Ziel: eine Alm bei Hopfgarten in Tirol. Leider war die Anfahrt nicht ganz so idyllisch. Viele Staus auf der Autobahn ließen unseren Zeitplan zu Luft werden. Doch irgendwann, als wir München hinter uns gelassen hatten erschienen sie am Horizont: die Alpen.

Für mich ist es jedesmal ein ganz besonderer Moment, wenn endlich die ersten Berge auftauchen. Geht es euch auch so?

Wieder Stau. Das Auto zeigte noch 46 km Reichweite. Ob wir das schaffen? Wir fuhren Kiefersfelden ab und noch etwas für die Alm zu kaufen. In Kufstein mussten wir dann dringend tanken. Preise wie wir sie vor vielen Monden mal in Deutschland hatten. Das waren noch Zeiten.

Vollgetankt fuhren wir von Kufstein über Kirchbichl und Wörgl nach Hopfgarten. Dann ging es hinauf auf den Berg. Die Serpentinen zu fahren ist immer ein Erlebnis. Als die normale Straße ihr Ende fand, ging es über einen Schotterweg weiter. An vielen Stellen dachten wir nur eins: Hoffentlich kommt uns keiner entgegen!

Die Kühe weideten idyllisch auf den Almwiesen – oder standen mitten auf dem Weg. Die Almhütte zu erreichen erfüllte das Herz und der Blick ins Tal war atemberaubend. Kuhgeläut weckte uns am Morgen, die Sonne schien. So lässt es sich leben. Wir und unsere zwei Hunde genossen die Tage sehr.

Von Österreich in den Norden…

Die Insel Rügen war unser nächstes Urlaubsziel, genauer gesagt die Insel Ummanz. Dort befand sich unsere Unterkunft die wir nach 9h Fahrt erreichten.

Vom Bungalow zum Wasser waren es 500m die wir morgens und abends gerne mit den Hunden liefen.

Unseren ersten Abend aßen, wir im Restaurant des Landhotels Kiebitzort, hervorragenden Dorsch mit Kartoffelkruste. Danach ging es in den Bungalow. Wir waren total ausgepowert von der langen Fahrt.

Am nächsten Morgen fuhren wir zur Wittower Fähre um einen Abstecher nach Wiek zu machen. Das letzte Mal war ich 2000 dort zu einer Mutter-Kind-Kur. Weiter ging es über Breege und Glowe nach Lietzow wo wir mega lecker in der Traditionsräucherei speisten. Gestärkt fuhren wir weiter zum Nationalpark Jasmund. Durch den wunderschönen Buchenwald wanderten wir zum Königsstuhl. Wobei uns die 10 € Eintritt pro Person schon ganz schön happig vorkamen! Der Ausblick war wunderschön! Vom Königsstuhl liefen wir zurück zum Auto um nach Prora zu fahren und etwas am Hundestrand zu wandern. Es wurde spät und wir fragten uns, wo wir zu Abend essen sollten. Egal wo wir auch anriefen, überall war voll. Nach etwa einer Stunde telefonieren, ergab sich ein Tisch im „Buddas Bowl“ in Binz. Wir ergriffen die Chance sofort, beschlossen jedoch, die nächsten Tage schon früh morgens zu schauen wo wir Abendessen wollen um gleich am Morgen einen Tisch reservieren zu können. Nach dem sehr leckeren Essen und einem Hammer Dessert, fuhren wir zurück nach Lieschow zu unserer Unterkunft und flogen nach der Hunderunde glücklich, aber kaputt ins Bett.

Am nächsten Morgen wanderten wir von Putgarten zum Kap Arkona. Es war sehr warm und anstrengend. Leider waren so viele Touristen unterwegs, dass wir nicht auf den Leuchtturm hinauf konnten. Die Warteschlange war einfach zu lang.

Wir entschieden weiter zu ziehen und uns bei Sassnitz die Kreidefelsen vom Strand aus anzuschauen. Am Strand sammelten wir auch gleich ein paar Hühnergötter als Mitbringsel für die Familie und Andenken. Es war so wundervoll am Wasser. Ich hätte Stunden hier verbringen können! ♡

Einen Tisch hatten wir für Abends im „Weltenbummler“ in Binz reserviert. Vorher gingen wir noch etwas an den Strand und genossen den Blick, das Salz in der Luft und das Geräusch der Wellen. Das „Weltenbummler“ können wir sehr empfehlen. Ein toller Ausklang des Tages. Zurück in unserer Unterkunft waren wie nach 30 min Fahrt.

Am dritten Tag wollten wir, nur eins: Ruhe! Und so erkundeten wir zuerst die Insel Ummanz und fuhren dann an die entlegensten Ecken von Rügen, da wo besonders wenig Touristen unterwegs sind und genossen es mit den Hunden am Strand zu gammeln. Tat das gut! Aber auch die Ostseebäder sollten nicht zu kurz kommen und so fuhren wir nach Sellin. Dort aßen wir ein leckeres Eis und chillten bis zum Abend am Hundestrand. Abends aßen wir in der Mönchguter Fischerklause in Thiessow. Überhaupt gab es im kompletten Urlaub fast nur Fisch zu essen. So muss das schließlich auch sein!

Thiessow gefiel uns so gut, dass wir am nächsten Morgen gleich zum dortigen Hundestrand fuhren. Da es Abends nach Schaprode zu „Schillings Gasthof“ gehen sollte, entschieden wir am Nachmittag nochmal in den hohen Norden der Insel zu fahren und über die Wittower Fähre nach Schaprode zu fahren. So ging es nach Draske auf die Halbinsel Bug. Dort genossen wir noch einige Stunden des frühen Abends am Strand. Hier waren Hunde kein Problem und wenige Menschen unterwegs. Doch wir mussten los, denn wir wollten den Sonnenuntergang von Schaprode aus genießen. Der kleine Hafen wurde in Gold getaucht und die Fischerboote liefen ein um frischen Fisch abzuliefern. Auch die ersten Kunden holten ihren fangfrischen Fisch. Das Essen in „Schillings Gasthof“ war hervorragend und preislich absolut top! Ich hatte einen Burger von Öhe-Rind bestellt. Diese Rinder werden direkt von den Wirten gehalten. Das schmeckte man. Ich bin ein großer Fan davon, wenn in Restaurants ausschließlich regionale Produkte verarbeitet werden!

An unserem letzten Tag auf Rügen fuhren wir nach Stralsund. Eigentlich wollten ins Ozeanum, doch wir hatten nicht übers Internet bestellt uns so schauten wir uns die schöne Stadt an, aßen wie jeden Mittag eine leckere Fischsemmel und fuhren dann zu unserem schönen, ruhigen Lieblingstrand um den letzten Tag noch etwas zu entspannen. Traurig darüber, dass der Urlaub schon vorbei war, ging es am Abend zurück in die Unterkunft um den letzten Abend im Lamdgasthof zu verbringen. Wir könnten den Landgasthof Kiebitzort übrigens weiterempfehlen. Genauso wie die schöne, kleine Insel Ummanz!

Eins kann man zu beiden Urlaubszielen sagen: Wir kommen gerne wieder!

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