Die Odyssee des kleinen Geflügelzaunes

Blogbeitrag vom 10.03.2022

Hallöchen,
ich bin ein kleines Schwedisches Blumenhuhn und möchte Dir heute eine Geschichte von einem Ereignis erzählen, dass die Hühnertante ganz schön in Rage gebracht hat.

„Die Odyssee des kleinen Geflügelzauns“

Es war einmal ein kleiner Geflügelzaun von 25m Länge, der in einem dunklen Karton in einem großen Lagerhaus untergebracht war und von nichts Anderem träumte, als das Tageslicht sehen zu dürfen. Der kleine Geflügelzaun war sehr einsam und traurig.
An einem Montagmittag saß eine Hühnertante am Handy und durchsuchte dieses nach Geflügelzäunen, denn der böse Sturm hatte den Gartenzaun stark beschädigt. Für diesen Gartenzaun war der Nachbar der Hühnertante zuständig. Er wollte den Zaun jedoch nicht reparieren und sagte zur Hühnertante, sie solle doch einfach weitere Hühnerzäune aufstellen. So bestellte die Hühnertante an diesen Montag einen Geflügelzaun beim großen A, da dieser bereits am nächsten Tag geliefert werden sollte. Sie bekam eine Bestätigungsmail und eine Sendungsnummer eines Zustellers mit drei Buchstaben in Namen, von denen zwei der Buchstaben doppelt vorkamen.
Der kleine Geflügelzaun schlief gerade in seinem dunklen Karton, was sollte er auch sonst machen in der bedrängenden Dunkelheit? Plötzlich wurde der Karton angehoben und der Geflügelzaun rutschte in seinem Karton umher. „Was passiert mit mir?“, fragte sich der kleine Geflügelzaun. Er spürte, wie er umhergeworfen wurde, konnte aber nichts sehen und bekam große Angst. Was der kleine Geflügelzaun nämlich nicht wusste war, dass schon bald sein großer Traum vom Tageslicht in Erfüllung gehen sollte.
Unterdessen wartete die Hühnertante sehnlichst auf den neuen Hühnerzaun, welcher dringlich benötigt wurde. Damit alles reibungslos klappte, sorgte sie dafür, dass zur Annahme jemand Zuhause war um das Paket in Empfang zu nehmen. Am nächsten Tag um 12:05 Uhr, sie saß gerade mit ihrer Mutter und zwei Handwerkern beim Mittagessen. Erreichte sie eine E-Mail vom Zustellunternehmen mit drei Buchstaben in Namen, von denen zwei der Buchstaben doppelt vorkamen. Sie traute ihren Augen nicht „Guten Tag, wir haben Sie heute nicht persönlich angetroffen, ihr Paket konnte nicht zugestellt werden.“ Sehr verdutzt sah die Hühnertante in die Runde und fragte ob einer die Klingel gehört hatte. Dies wurde verneint. Ob die Klingel wohl kaputt ist? fragte sich die Hühnertante und entschied nach dem Essen nachzusehen. Dies musste sie jedoch gar nicht, da just in diesem Moment die nette Zustellerin vom göttlichen Zustelldienst klingelte. Nun ärgerte sich die Hühnertante sehr. Einfach nicht klingeln um es sich leichter zu machen. So eine Frechheit! Sie sorgte dafür das am nächsten Tag wieder jemand zuhause war um das Paket entgegen zu nehmen. Am nächsten Mittag,12:10 Uhr, sie saß gerade beim Essen, wurde die Hühnertante sehr wütend und rief ihre Mutter an. „Hey ich dachte du bist heute zuhause!“ „Das bin ich doch, wir sitzen gerade beim Mittagessen.“ „Ach und es hat nicht geklingelt? Das Paket mit dem Hühnerzaun sollte heute zugestellt werden, ich habe eben eine Mail bekommen, dass nicht zugestellt werden konnte.“ „Nein, hier hat keiner geklingelt.“ „Ok, danke Mom. Bis später.“
Die Hühnertante wurde rasend vor Wut. Das kann ja so nicht angehen! Sie wählte die Nummer des Servicecenters vom Zustellunternehmen mit drei Buchstaben in Namen. 30 Minuten hing sie in der Warteschlange, bis endlich jemand am Telefon war. Die Hühnertante erzählte was geschehen war und bekam am anderen Ende der Leitung versichert, dass die Beschwerde an den Vorgesetzten des Zustellers geht und das Paket nochmals zugestellt wird. Kurz vor Feierabend bekam die Hühnertante eine Mail des Zustellunternehmens, in der stand, dass ein Paket am nächsten Tag zugestellt werden soll. Die Hühnertante dachte es handle sich um den Hühnerzaun und ging zu ihrem Chef, um, um Erlaubnis zu bitten, am nächsten Tag schon mittags nach Hause fahren zu dürfen. Dieser gab sein ok.
Der Zusteller kann was erleben, dachte sich die Hühnertante. Am nächsten Morgen dann der Schock: Email vom Zustellunternehmen „Guten Morgen, ihr Paket kommt zwischen 11:28 Uhr und 12:38 Uhr“. Mist, halb 12 kann ich erst auf Arbeit losfahren, stellte die Hühnertante fest und vereinbarte einen Ablageplatz im Garten. Mittags startete sie dann nach Hause und überlegte während der 30minütigen Fahrt, was sie alles sagen wird, sollte sie den Zusteller antreffen. Als sie fast am Haus war, sah sie das Auto des Zustellunternehmens mit drei Buchstaben in Namen, von denen zwei der Buchstaben doppelt vorkamen und fuhr sogleich in die Einfahrt des Nachbarn. Sie traf eine Zustellerin an und stellte diese zur Rede. Die Zustellerin log der Hühnertante rotzfrech ins Gesicht. Sie hätte an beiden Tagen oft geklingelt, gehupt und bei der Nachbarin wäre auch niemand da gewesen. „Komisch“, sagte die Hühnertante, „dass vier Personen zum Mittagessen neben der Klingel saßen und das Klingeln nicht hörte! Das Klingel der Zustellerin vom göttlichen Zusteller hörten wir ja auch!“ Die Zustellerin antwortete pampig man solle einen Ablageort festlegen. Da wurde die Hühnertante sauer und fragte die unverschämte Zustellerin, was diese denn mit dem Paket gemacht hätte, wenn sie jetzt nicht nach Hause gekommen wäre. „Nun ja, eingepackt und wieder mitgenommen“, antwortete die Zustellerin. „Ach so ist das? Komisch, ich habe schließlich heute früh einen Ablageort festgelegt.“ Die Hühnertante zückte ihr Smartphone und hielt der Zustellerin die Bestätigungsmail unter die Nase. Diese antwortete schnippisch, sie hätte nichts bekommen und übergab der Hühnertante das Paket. Leider war es nicht der Geflügelzaun.
Der kleine Geflügelzaun bekam von dieser Aufregung nichts mit. Erste wurde er einige Tage nicht bewegt und plötzlich spürte er, wie der Karton in dem er steckte, angehoben und wohin geworfen wurde. Ich armer kleiner Geflügelzaun, werde ich wohl je die Sonne sehen, frage er sich traurig.
Einige Tage vergingen. Die Hühnertante hatte nach dem Gespräch mit der unverschämten Zustellerin sogleich den Verkäufer des Geflügelzauns kontaktiert und man versicherte ihr, dass die Firma nun Gespräche mit dem Zustellunternehmen mit drei Buchstaben in Namen, von denen zwei der Buchstaben doppelt vorkamen, aufnehmen würde. So erreichte die Hühnertante etwa 4 Tage später eine E-Mail des Zustellunternehmens, dass die Lieferung des Zauns ankündigte.
So wurde der kleine Geflügelzaun aus dem Schlaf gerissen, als er feststellte, dass sein Karton abermals angehoben wurde. Wohin es nun wohl geht?
Einige Stunden später spürte er einen Schmerz. Autsch. Man hatte seinen Karton wohin geknallt.
Als die Hühnertante heim kam war die Freude groß, denn im Garten lag das langersehnte Paket mit dem Hühnerzaun. Sie begann es zu öffnen. „Da bist du ja endlich, ich habe lange auf dich gewartet“, sagte sie, als sie den kleinen Geflügelzaun aus seinem dunklen Karton befreite. Die Sonne blendete den kleinen Geflügelzaun so sehr, dass er nur verschwommen sah. Doch dann lichteten sich seine Augen und er sah in ein freundliches Gesicht. Der kleine Geflügelzaun fühlte, dass er angekommen war. Das sind also die Hühner von denen Mama immer erzählt hatte, dachte er mit Blick auf eine Schar von buntem Federvieh. Hier werde ich mich ganz sicher wohl fühlen. Kurze Zeit später hatte ihn die Hühnertante an seinem Bestimmungsort aufgebaut und vier Hühner konnten in ihr neues Heim ziehen. Das machte den kleinen Geflügelzaun sehr glücklich.

Hat Dir die Geschichte gefallen? Hast du erraten welche Zustellunternehmen gemeint waren? hattest du selbst auch schon einen ähnlichen Fall?

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